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62:72-Auswärtsniederlage am Samstag begräbt alle Hoffnungen auf den Aufstieg.

Die Fireballs Bad Aibling verabschieden sich durch eine Niederlage im Spitzenspiel in Treuchtlingen (62:72) nun endgültig aus der Meisterschaftskonversation. Trotz hartem Kampf reichte es für die Kurstädter nicht zum Sieg. Auch Platz drei in der Tabelle ist nun erstmal futsch.

Die Regionalliga-Basketballer des TuS Bad Aibling befinden sich aktuell in ungewohntem Fahrwasser. Nach einer starken Hinrunde und dem damit verbundenen Platz im Spitzentrio, musste der Aufsteiger aus der Kurstadt nun drei Niederlagen in Folge hinnehmen. So werden ab sofort Coburg und Treuchtlingen die Meisterschaft wohl unter sich ausmachen. Dass man gegen die beiden Topteams der Liga, relativ deutlich das Nachsehen hatte, war nach dem Abgang von Spitzenspieler David Bergfeld fast schon folgerichtig.

Dazu Tobi Guggenhuber: „Einen Spieler wie Dave zu ersetzen, ist quasi unmöglich. Er war nicht nur der beste Scorer der Liga und hat unrealistische Statistiken aufgelegt. Er war gleichzeitig auch der Motor dieser Mannschaft. Immer wenn wir eine schwierige Phase in einem Spiel zu überstehen hatten, hat er uns mit seinem unermüdlichen Kampfgeist mitgezogen, das fehlt uns aktuell wohl mehr als seine Punkte."

Gleichwohl war die Niederlage im Derby gegen Rosenheim keineswegs eingeplant und so findet man sich aktuell auf dem vierten Tabellenplatz wieder. Kein Beinbruch, aber doch ungewohnt für Bad Aibling, immerhin ist man beim TBA gewohnt, zu gewinnen. Drei Aufstiege in Folge und ein Pokalsieg hinterlassen eben ihre Spuren. Nun muss man lernen, mit Niederlagen oder gar Negativserien umzugehen. Doch wie kam es dazu, dass man auch in Treuchtlingen den Kürzeren zog?

Bereits die Vorbereitung auf das Spitzenspiel des 17. Spieltages lief für den TBA semioptimal. Nicht nur, dass Headcoach Burci über die Woche beruflich verhindert war und nur am Mittwoch das Training leiten konnte, auch viele Spieler konnten nur bedingt voll trainieren. Neuzugang Mirceta wurde durch massive Zahnschmerzen außer Gefecht gesetzt. Justin Kaifosch und Felix Kristian erwischte die Grippe und Malo Valerien und Tobi Guggenhuber kämpften mit kleineren Blessuren. So war es nicht verwunderlich, dass sich zum Samstag lediglich acht fitte Spieler auf den Weg nach Mittelfranken machten und das auch noch ohne Trainer. Luca Burci hatte auch am Samstag berufliche Verpflichtungen und konnte so erst zur Halbzeit zum Team stoßen. Die Voraussetzungen waren also alles andere als gut. Hinzu kam, dass in Treuchtlingen nicht nur das beste Team der Liga auf die Fireballs wartete, sondern auch noch rund 700 frenetische Fans. In der kleinen Halle des VFL ist das selbst für Aiblings Basketballer, die viele, laute Zuschauer gewohnt sind, durchaus gewöhnungsbedürftig.

Doch die Fireballs zeigten sich zu Beginn von all dem wenig beeindruckt. Spielertrainer Weiß hatte sein Team anscheinend hervorragend eingestellt und so legte der TBA los wie die Feuerwehr. Schnell führte man mit 12:4. Doch nach einem 9:0-Lauf der Gastgeber endete das erste Viertel mit 22:20. Nach einem punktearmen zweiten Viertel ging es mit einem Fünf-Punkte-Rückstand aus Sicht er Fireballs in die Kabine. Bad Aibling schlug sich angesichts der Umstände durchaus wacker und kam dementsprechend motiviert zurück aufs Parkett. Positiv stimmte dabei vor allem, dass man die beiden gefährlichsten Treuchtlinger, Eisenberger und Schmoll, bis dato quasi aus dem Spiel genommen hat.

Doch in der Offensive zeigte der TBA viel zu wenig. Leider hatte man im dritten Viertel weiter massive Probleme, Punkte zu generieren. Angeführt vom starken Florian Beierlein zogen die Gastgeber nun immer weiter davon. 13 Punkte betrug das Defizit zwischenzeitlich und das Unglück schien seinen Lauf zu nehmen. Doch Aiblings Big-Men nahmen ab Mitte des dritten Viertels das Spiel in die Hand. Das serbische Center-Duo Kekic (12) und Grujic (16/15) räumten in der Zone auf und schufen so Platz für die starken Schützen der Kurstädter um Miodrag Mirceta (8). Auch Malo Valerien (14/7), Aiblings Bester, fand nun wieder besser ins Spiel. Bad Aibling verkürzte der Rückstand immer weiter und so gelang rund fünf Minuten vor Spielende der Ausgleich. Hoffnung keimte auf. Wurde aber ebenso schnell wieder erstickt. Tim Eisenberger übernahm nun die Kontrolle über das Spiel und machte letztlich den Sack für den VFL zu. Bad Aibling verlor das Spiel, trotz harten Kampfes, mit 62:72. Für den TBA spielten: Marco Hack-Vazquez (3), Manuel Hack-Vazquez, Simon Bradaric (4) und Claus Weiß (4).

Für die Fireballs gilt es nun, wieder zurück auf die Siegerstraße zu finden. Nächste Gelegenheit dazu besteht bereits am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Schwabing. Die jungen Münchner liegen dabei aussichtsreich auf Platz 6 der Tabelle und werden mit Sicherheit ein schwieriger Gegner für das Team.

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