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Fireballs nach 87:83 gegen Schwabing zurück in der Erfolgsspur - Abschied von Tobias Guggenhuber.

Die Fireballs Bad Aibling bescheren ihrer Vereinsikone Tobias Guggenhuber (Foto r.) einen erfolgreichen Abschied. Gegen den MTSV Schwabing gelingt den Kurstädtern, nach anfänglichen Schwierigkeiten, ein 87:83 Erfolg. Somit beenden die Fireballs ihre kurze Negativserie und sind wieder zurück in der Erfolgsspur.

„Wir haben uns heute selbst aus dem anfänglichen Tief herausgezogen und in der zweiten Halbzeit Charakter gezeigt. So muss man als Mannschaft zusammenhalten, wenn man Spiele auf diesem Niveau gewinnen will. Leider hat uns das in den letzten drei Spielen gefehlt, vielleicht war der Fakt, dass es mein letztes Spiel war, aber das Zünglein an der Waage," sagt Tobias Guggenhuber nach seinem letzten Auftritt im Trikot der Fireballs. Dass das Spiel letztlich ein gutes Ende nahm und man so dem gebürtigen Aiblinger einen Sieg zum Abschied schenkte, war über weite Strecken des Spiels allerdings nicht abzusehen.

Die Hausherren taten sich von Beginn an schwer gegen die junge Mannschaft aus der Landeshauptstadt. Vor allem die Längennachteile machten den Fireballs in der Anfangsphase zu schaffen. Schwabing, gespickt mit athletischen, großen Spielern, legte von der ersten Minute an ein hohes Tempo aufs Parkett. Dem TBA blieb da erstmal nur das Nachsehen und so war es wenig verwunderlich, dass die Gäste die Führung übernahmen. Weder in der Offensive, noch in der Defensive bekamen die Fireballs Zugriff auf das Spiel. Erst nach rund acht Minuten nahm die Mannschaft von Coach Burci langsam Fahrt auf. Beim Stand von 17:20 endete das erste Viertel. Einziger Lichtblick in der Anfangsphase war der stark aufspielende Malo Valerien (20), der auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts den Ton angab. Neuzugang Mirceta (11) zeigte nun erste Ansätze seiner überragenden Wurffähigkeiten und so war Bad Aibling, trotz überschaubarer Leistung, bis auf einen Punkt herangekommen. Doch mit der foulbedingten Auswechslung von Simon Bradaric (11) waren diese Lichtblicke auch gleich wieder dahin. Der TBA fand einfach kein Rezept gegen die schnellen Spieler des MTSV. Zudem haperte es im Reboundverhalten und im Angriffsspiel. Die Folge war ein 15:2-Lauf der Gäste gegen Mitte des zweiten Viertels. Ein weiteres Desaster drohte. Doch die Fireballs ließen die Köpfe diesmal nicht hängen. Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen puschte sich die Mannschaft zur richtigen Zeit nach vorn. Angetrieben vom offensiv hervorragend aufgelegten Claus Weiß (22), verkürzten die Hausherren den Rückstand bis zur Pause auf nur ein mageres Pünktchen (43:44). Alles war wieder offen. Bad Aibling kam nun deutlich konzentrierter aus der Kabine. Kapitän Grujic (13) und Co. erspielten sich eine erste kleine Führung, doch Schwabing ließ sich einfach nicht abschütteln. Dies lag vor allem an Winter-Neuzugang McDonald. Der sprunggewaltige US-Amerikaner attackierte nun immer wieder die vermeintlichen Schwachstellen in Aiblings Verteidigung und hielt sein Team dadurch im Spiel. Die Führung wechselte nun hin und her. Das letzte Viertel startete beim Spielstand von 63:65 aus Sicht der Fireballs. Bad Aibling stellte nun um auf Zonenverteidigung, was den Gästen zunehmend Probleme bereiten sollte. Der Spielfluss der Partie wurde nun immer mehr unterbrochen und der Fokus auf die Freiwurflinien verlegt. Die auf beiden Seiten konsequent durchgezogene, aber auch kleinliche Linie der Unparteiischen hatte nun viele Fouls zu Folge. Die Gastgeber ergatterten so eine kleine Führung, die sie bis kurz vor Ende der Begegnung behaupten konnten. Die entscheidende Szene ereignete sich dann rund 90 Sekunden vor Schluss. Ausgerechnet Tobi Guggenhuber gelang beim Stand von 82:80 ein wichtiger Steal. Auf der Gegenseite spielte Malo Valerien den scheidenden Oldie dann wunderbar frei, doch dieser vergab den freien Dreier leider um Haaresbreite. Trotzdem gab dies dem Team wohl den entscheidenden Push und so spielten die Fireballs den Sieg routiniert nach Hause. Für Bad Aibling spielten außerdem Kaifosch (5), Kristian, Kekic (5), Marco & Manuel Hack-Vazquez sowie Ivancic.

Im Anschluss folgte dann die emotionale Verabschiedung der Fans und des Teams von Tobi Guggenhuber, der Folgendes zum Spiel zu sagen hatte:
„Es war ein wirklich schöner Abschied. Ich habe jede Minute genossen. Dass ich dann nach dem Steal auch noch den spielentscheidenden Dreier serviert bekomme, hätte man nicht besser inszenieren können. In dem Moment habe ich vielleicht einen Moment zu viel überlegt und so fiel der Schuss nicht. Aber ich bin froh, dass wir trotzdem gewonnen haben. So war es ein würdiges letztes Spiel. Ich hoffe, der positive Trend hält nun an. Ich wünsche dem Team natürlich alles, alles Gute und weiterhin viel Glück. Natürlich werde ich die Mannschaft nach meiner OP noch begleiten und freue mich dabei sehr auf die offizielle Verabschiedung im Rahmen des letzten Heimspiels."

Die Fireballs rangieren nach diesem Sieg weiter auf Platz 3 der Regionalliga Süd-Ost. Nächster Gegner ist der starke Tabellenfünfte Vilsbiburg. Für die Mannen um Coach Burci sicherlich keine leichte Aufgabe im Kampf um einen Platz auf dem Treppchen.

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