Abteilungsleitung 2017 b
Umbruch und Aufbruch bei den TBA Fireballs - Neue Abteilungsleitung - Fokus auf dem Nachwuchs

 

Manche Schritte müssen einfach sein. So schmerzhaft sie für den ein oder anderen Beteiligten auch sein mögen. Doch bei den TBA Fireballs war es wichtig, die neue Saison solide anzugehen. Sportlich, finanziell und strukturell. Deshalb gab es für die Abteilungsleitung der Aiblinger Basketballer letztendlich keine andere Möglichkeit, als die erste Herrenmannschaft aus der 1. Regionalliga zurückzuziehen und die Spielzeit 2017/18 in der 2. Regio zu bestreiten. Zudem wurde auf der Jahreshauptversammlung mit Manfred Kristian ein neuer Abteilungsleiter gewählt, der Alexander Westphal auf diesem Posten beerbt.

Kristian, der bei den Fireballs schon viele Jahre in verschiedenen Positionen ehrenamtlich mitgewirkt hat, gesteht, dass die finanzielle Situation der Basketballer alles andere als rosig ist. „Wir leiden derzeit unter einer hohen Kostenbelastung, wobei hier vor allem die hohen Hallennutzungskosten zu nennen sind. So kann mit Schiedsrichterkosten ein Heimspieltag schon mal 600 Euro kosten. Auf der anderen Seite ist in diesem Jahr die Abteilungsförderung durch den Hauptverein niedriger als erwartet ausgefallen, und wir haben auch weniger Direkt-Sponsoren", sagt er.

Der erste Entschluss war daher, bei der ersten Herrenmannschaft auf das Spielrecht in der 1. Regionalliga zu verzichten, da der Spielbetrieb hier nicht finanzierbar gewesen wäre. Manfred Kristian: „Natürlich gab es deshalb große Aufregung. Viele Spieler wollten natürlich um einen Verbleib in der Liga kämpfen, bis kurz vor Ablauf der Frist für den Verzicht liefen da die Telefone heiß. Doch wir hätten finanziell keine seriösen Aussagen gegenüber auswärtigen Spielern in unserer Mannschaft machen können." Deshalb wollen sich die TBA Fireballs, die ja sportlich mit drei Aufstiegen in Folge und dem vierten Platz in der 1. Regionalliga bestens abschnitten, nun in der Regio 2 wieder sammeln. Und zwar vornehmlich mit Eigengewächsen. Gespräche mit Fans und auch mit dem Vorstand des Fan-Clubs „Mangfalldrachen" gaben letztendlich Gewissheit, dass dies der richtige Schritt war. „Denn", sagt Manfred Kristian, „für die Fans ist es nicht so schlimm, wenn die Mannschaft mal wieder 2. Regionalliga spielt. Denn dann sehen sie wieder vermehrt Spieler aus Bad Aibling und der Region, und auch wieder mehr Nachwuchstalente."

Genau das soll der zukünftige Weg der TBA Fireballs sein: Der eigene Basketball-Nachwuchs wird noch stärker als bisher unterstützt und gefördert, hier sollen mehr Leistungsteams etabliert werden. Qualifizierte Trainer sollen die Talente ausbilden und so die Basis für schlagkräftige Mannschaften in den kommenden Jahren legen. Hierzu werden mit der Jugendleitung derzeit neue Konzepte erarbeitet.

Gerade durch die angespannte finanzielle Situation der Basketballer gab es in der Vergangenheit einige Unstimmigkeiten mit dem TuS Bad Aibling, dem Hauptverein. Doch Kristian, der auch dort als Sportwart tätig ist, konnte in einem klärenden Gespräch Bedenken ausräumen und die Stimmungslage wieder anheben. Kristian: „Wir konnten die an uns gestellten Forderungen weitgehend erfüllen, und können nun dank der Unterstützung des TuS-Vorstands wieder positiver in die Zukunft blicken." Sicher sind die Fireballs noch nicht aus allem raus, doch ein knallharter Sparkurs, die Besinnung auf die eigenen Werte und Stärken, sowie das Wissen darüber, dass man im Hauptverein einen wichtigen Rückhalt hat, stimmt die Verantwortlichen zuversichtlich für die kommenden Monate. Und vielleicht entpuppt sich ja dann der vermeintliche Schritt zurück als ein richtiger Schritt in eine goldene Zukunft.


Foto: Die neue Abteilungsleitung der TuS Bad Aibling Fireballs: (v. l.) Alexander Westphal (Kassier), Robin Gibbels (2. Abteilungsleiter), Manfred Kristian (1. Abteilungsleiter)

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